JK Mooskirchen | Sommerkonzert
29. Juni 2026 2026-06-29 8:18JK Mooskirchen | Sommerkonzert
JK Mooskirchen | Sommerkonzert
Mythen im Moos – wie die Jugendkapelle Mooskirchen die Götter erweckte
Es war ein Tag wie aus dem Süden erzählt: 36 Grad, der Duft von griechischen Gyros und frisch eingeschenktem Ouzo, dem Geist der Götter, lag in der Mooskirchner Sommerluft. Zwischen mediterranem Flair und steirischer Bodenständigkeit begann eine Reise – nicht ans Meer, sondern in die Welt der Mythen. Die Jugendkapelle Mooskirchen lud ein zu einem Abend, an dem sich Antike und Gegenwart begegnen.
Mit gewaltiger Tiefe und kraftvollem Klang eröffnete Low Brass das Konzert – wie ein aus der Unterwelt aufsteigender Ruf der Antike. Vom ersten strahlenden Aufruf der Olympic Fanfare, der wie ein göttliches Zeichen über dem Konzert lag, führte die musikalische Reise sanft hinüber zu Eos, deren zarte Klänge die Hitze des Tages wie ein kühler Morgenschleier durchbrachen, ehe mit Gigantic die Erde selbst zu beben schien und die mächtigen Titanen ihre Kraft entfalteten; aus dieser gewaltigen Energie erwuchs mit „Für Helena“ eine gefühlvolle Erzählung von Schönheit und Schicksal.
Nach einer „Hydration Break“ für Zuhörer und Musiker eröffnete ein Ensemble des Musikunterrichts Mooskirchen geleitet von Elvira Riedler den zweiten Teil. Weiter ging es mit den tiefen Klangwellen von Poseidon, der eine erfrischende Brise in die sommerliche Kulisse brachte, bevor in Gladiator der Geist Roms mit Mut, Freiheit und epischer Größe die Bühne eroberte und schließlich mit Hells Bells ein dunkler, eindringlicher Schlussakkord erklang.
Die Reise durch Mythen und Sagen führte Moderator Michael Scheder, der das gesamte Spektakel entspannt auf einer Liege unter einem Olivenbaum begleitete – selten war eine Moderation gleichzeitig so locker, stimmungsvoll und passend zum südländischen Flair des Abends.
Ob römisches Kolosseum oder olympische Spiele – der tosende Applaus des Publikums erinnerte an die Begeisterung vergangener Epochen, bevor sich die Jugendkapelle mit diesem wahrhaft göttlichen Konzert in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedete.
[Text und Fotos: JK Mooskirchen, Manuel Meier]



























