Ostersonntag | Maschtasingen
13. April 2026 2026-04-13 16:38Ostersonntag | Maschtasingen
Ostersonntag | Maschtasingen
Ostersonntag – das wichtigste und älteste Fest der Christen
Maschtasingen wie in alten Zeiten
Am Ostersonntag finden sich in der Pfarrkirche Mooskirchen zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner der Pfarre Mooskirchen, aber auch Gäste aus dem Bezirk und Graz ein, um im Anschluss an das „Frühamt“ einen jährlich durchgeführten Brauch mitzuerleben. Unter den Gästen sah man auch BGM Peter Fließer, Vizebürgermeisterin Monique Fitzko, Vizebürgermeisterin Karin Herz, zahlreiche Gemeinderatsmitglieder und Vertreter aller Vereine.
In den zugehörigen Ortsteilen Södings, wie Groß-Söding und Klein-Söding und den Ortsteilen Mooskirchens, Stögersdorf und Fluttendorf, trafen sich um 8 Uhr Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer Festtagstracht. Nach frühmorgendlichen Gesprächen mit Osterbrot und Getränk formierten sich die vier Gruppen an ihren seit Jahren fixierten Treffpunkten. Jede Gruppe folgt ihrem Vortragskreuz. Das Dach des Kreuzes ist geschmückt mit einem Seidentuch, an welchem Wachskerzen angebracht sind. Diesem Kreuz folgen die Männer des jeweiligen „Dorfes“. In der Mitte der Gruppen befanden sich die sogenannten Vorsänger. Den Männern schlossen sich die Frauen betend an.
In jährlich abwechselnder Reihenfolge erfolgt der Weg in die Kirche. Im Verlauf dieses Marsches sangen die vier Gruppen traditionelle vielstrophige Gesänge. Eines davon ist fast wörtlich im „Catholischen Gesangsbuch“ von Nikolaus Beuttner, aus dem Jahre 1602, mit dem Titel „Creutz Rueff“ enthalten.
Die echten Wachskerzen waren und sind als Spenden der Bevölkerung an die Kirche gedacht. Im Jahr 1860 steht im Rechnungsbuch der Kirche der Einnahmeposten „Osterkerzen im Wert von 8 Gulden 18 Kreuzer“ (umgerechnet zum Goldwert bis zu 100 Euro heute).
Nach Erreichen der Kirche hat jede Gruppe, natürlich mit bleibendem Gesang, diese umrundet und danach die Kirche betreten. Die Sänger gingen um den Altar und machten Platz für die nächste Gruppe, während der Kreuzträger sein mit Blumen und Kerzen geschmücktes Vortragskreuz vor dem Altar abstellte. Diese verbleiben beim Altar bis zum Festtag „Christi Himmelfahrt“.
Nach dem Auszug der letzten Gruppe fand in der dicht besetzten Kirche das Spätamt mit Provisor Mag. Wolfgang Pristavec statt. Der Chor „pro musica“ umrahmte mit kräftigen und stimmgewaltigen Stimmen vom Sopran bis zum tiefen Bass diese Messe. Erst vor kurzem hatte der Chor in einer Jahreshauptversammlung mit größtem Dank und Anerkennung seine Gründerin und Chorleiterin Gerlinde Hörmann aus persönlichen Gründen in den „wohlverdienten Ruhestand“ versetzt und mit ihrer Tochter Karin Stadtegger einen Goldgriff als neue Chorleiterin bestellt. Damit ist auch für diesen Kulturträger unserer Marktgemeinde Ostern 2026 der Beginn einer neuen Zeit.
Bilder Maschta Singen


















































































































































































