E-Mail
Anrufen

News and Blog

Seniorenbund | Besuch Zitrusgarten

Seniorenbund | Besuch Zitrusgarten

Erinnerungen an die Fahrt des Seniorenbundes zur Italiens Amalfiküste werden wach beim Besuch des Zitrusgartens. Tags zuvor noch Minusgrade am Morgen, zeigt sich der Himmel stahlblau und die Sonne strahlt herrlich bei der Fahrt vorbei am Wörthersee an den Faaker See.

Kaum aus dem Bus gestiegen, lernen wir den Herrn über die fälschlicherweise immer als „sauer“ bezeichnete Zitrone kennen.

Michael Ceron spricht begeisternd über seine Zitrusfrüchte: über ihren Geschmack, ihre Farbe, ihren Geruch und ihre unzähligen Verarbeitungsmöglichkeiten. Immer mit einem Scherz auf den Lippen.

So erfahren wir, dass der elterliche Gärtnereibetrieb auf den Verkauf von Blumen für die Hotellerie und Gastronomie an den umliegenden Seen spezialisiert war. Ein Toskana-Aufenthalt weckte seine Begeisterung für Zitrusfrüchte. Er fing an, diese vorerst privat zu sammeln. Als er einige Zeit später das Unternehmen übernahm, vollzog er einen radikalen Wechsel im Sortiment. Er wollte sich beruflich der Zitrusfrucht zuwenden. Nach und nach brachte er Bäume mit neuen Sorten an den Faaker See, entwickelte eigene Erden, die den klimatischen Bedingungen im südlichsten Bundesland gerecht werden, und begann, sein Wissen an Menschen in Workshops weiterzugeben.

Mittlerweile umfasst der Zitrusgarten mehr als 4.000 Quadratmeter. 330 unterschiedliche Sorten an Zitrusfrüchten gibt es zu entdecken – von Speisezitronen über Limetten und Bergamotten bis hin zu Bitterorangen und den berühmten Fingern Buddhas. Rund 5.000 Bäume stehen im Winter in Glashäusern beziehungsweise ab April im Freien und verbreiten unvergleichliche Düfte.

Neben den Bäumen gibt es auch allerlei Produkte aus Zitrusfrüchten zu kaufen: Marmeladen, Honige, Schokoladen, Liköre und vieles mehr, die natürlich auch verkostet wurden.

Sehr kritisch befasst er sich mit irgendwelchen Qualitätsbezeichnungen. Beispiel: „Unbehandelt“. Zitrusfrüchten werden oft mit diesem Prädikat beworben. Bedeutung hat es jedoch keine. „Unsere Lebensmittelgesetze unterscheiden ausschließlich zwei Kategorien: konventionell und bio“. Eine ‚unbehandelte‘ Zitrone kann also genauso voll mit Spritzmitteln sein.

Und zuletzt „Sauer“. Nach der Trennung vom Baum reift eine Zitrone gegenüber anderem Obst nicht weiter. Wird sie bis zur vollständigen Reife am Baum belassen, verlieren nahezu alle 300 Arten den säuerlichen Geschmack und können süßlichens Aroma erreichen. Wie bei der Verkostung erlebt. Am Faaker See und an der Amalfiküste.

 

AVISO: Die Anmeldungen für die Wallfahrt am Freitag, 12.6.2026 nach Maria Buch sind bei den Ortsbetreuern bereits möglich.

[Text und Fotos: Erwin Wutte]