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Seniorenbund Mooskirchen unter Tag

Seniorenbund Mooskirchen unter Tag

„Glück Auf“ im Schaubergwerk

Wieder einmal waren die Senioren aus Mooskirchen mit dem Stockbus „Grand Amore“, gelenkt von Markus, unterwegs. Dieses Mal führte sie ihre Reise in die faszinierende unterirdische Welt des Bernsteiner Felsenmuseums.

Der Abbau und die Verarbeitung
Anhand naturgetreuer Modelle werden dort die verschiedenen Abbaumethoden des Edelserpentins anschaulich dargestellt – von den ersten Grabungen im Stollen bis hin zum heutigen Tagebau in modernen Steinbruchanlagen. In eindrucksvollen Felsenvitrinen werden zudem Raritäten aus Österreichs Bergen präsentiert. Ein besonderes Highlight dieser Sammlung ist eine Mosaikvase, die aus über 500 unterschiedlich durchscheinenden Edelserpentin-Teilchen zusammengesetzt wurde. Dieses einzigartige Kunstwerk wurde bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Berühmt wurde der Ort durch das einzigartige Vorkommen des grün schimmernden Halbedelsteins Edelserpentin. Um einen Kubikmeter dieses wertvollen Materials zu gewinnen, müssen mehrere tausend Kubikmeter taubes Gestein abgetragen werden. In der Kunstwerkstätte wird der Stein durch Schneiden, Meißeln, Drechseln und Schleifen zu kunstvollen Unikaten verarbeitet. Erst durch das abschließende Polieren kommen die hell- bis dunkelgrünen Farbtöne sowie die feinen Strukturen des Edelsteins voll zur Geltung.

Fossiles Gold – vom Baumharz zu Bernstein
Ein weiterer bedeutender Teil der Ausstellung ist dem „fossilen Gold“ gewidmet: dem Bernstein. Dieser besteht aus fossilem Baumharz tertiärer Kiefern und Fichten, das vor Millionen von Jahren von den Bäumen ausgeschieden wurde. Es lagerte sich in Sedimenten ab, die später vom Meer überflutet wurden. In diesem zunächst klebrigen, langsam fließenden Material wurden kleine Lebewesen eingeschlossen, die über Jahrmillionen hinweg im verfestigten Harz perfekt erhalten blieben.

Otto Potsch – Lebenswerk
Der Bildhauer und Künstler Otto Potsch sammelte schon in jungen Jahren alles, was mit seinem Beruf zu tun hatte. So reifte die Idee, sein Wissen und seine Sammlungen der Öffentlichkeit zugängig zu machen. In den Jahren 1976 bis 1980 errichtete er das Bernsteiner Felsenmuseum.
Dem Edelserpentin-Bildhauer, Maler, Eisenkünstler, Musiker, Bernsteinschleifer und Inklusen-Fotograf ist eine eigene Ausstellung über seine künstlerische Laufbahn gewidmet. Die Höhepunkte seiner Schaffensperioden sind hier zu bewundern.

Der Shop
Diese besonderen Natur- und Kunstwerke können sowohl als Schmuckstücke als auch in naturbelassener Form im abwechslungsreichen Sortiment des integrierten Shops erworben werden.

Nach diesen interessanten und im wahrsten Sinne des Wortes „steinreichen“ Eindrücken erwartete die Reisegruppe im nahegelegenen „Bosch“ ein ausgezeichnetes Mittagessen. Sowohl die Küche als auch der Service überzeugten die Senioren mit Qualität, Freundlichkeit und Schnelligkeit. Der allgemeine Tenor lautete: „Hierher kommen wir bestimmt wieder.“

[Text und Fotos: Erwin Wutte]