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Ferdinand Gogg – 80

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Ferdinand Gogg – 80

Ein Leben für und mit Gemeinschaft

Immer wieder wird in diesen Tagen auf Gemeinschaft geachtet, werden jene gelobt, die sich für andere zur Verfügung stellen und das Ehrenamt wahrlich leben.
Einer von ihnen, unser Mitbewohner, hat dieser Tage die

Vollendung seines 80. Lebensjahres

begehen dürfen:

Ferdinand Gogg – der „Ganster Ferdl“

Es ist schon etwas Besonderes, einen hohen Geburtstag feiern zu dürfen.
Wenn das nur wenige Monate getrennt von dem der Gattin erfolgt, dann kann man, wie Bürgermeister Engelbert Huber meinte, schon von

Festtagen bei Familie Gogg

sprechen.
Noch dazu, wo es im Feber galt, das
Diamantene Ehejubiläum,
die Trauung am 1. Feber 1963 in Mooskirchen, in Erinnerung zu rufen.
Das zusammen ist schon mehr als bemerkenswert.
Da ist man, wie Luisi Gogg sich ausdrückte, „das Feiern schon gewohnt“.

Über das stolze Ehejubiläum und den Geburtstag von Gattin Luisi haben wir berichtet. Auch, weil die Gattin des Jubilars seit Jahrzehnten vorbildlich am Landes-Blumenschmuckwettbewerb beteiligt war und wiederholt als
LANDESSIEGERIN in der Kategorie „Fenster-Balkon-Vorgarten“
gekürt wurde.


Diesmal aber, so der Bürgermeister, der gemeinsam mit
Bauernbund-Obmann Franz Zöhrer
zur Gratulation kam, steht 

unser „Ganster Ferdl“

im Mittelpunkt der Anerkennung.
An den Tagen vor dem Besuch der beiden Gratulanten kamen viele, um ihre Aufwartung zu machen. 

Ferdinand wuchs mit seinen Geschwisternam gut bestellten Hof in Gießenberg auf, seine Eltern gaben auch ihm alles für das Leben mit, was möglich war.
Er besuchte die Pflichtschule in Mooskirchen und bildete sich darüber hinaus auch in der vormaligen landwirtschaftlichen Fortbildungsschule, wie es zu dieser Zeit einfach üblich war, weiter.
Die Arbeit im elterlichen Betrieb war für ihn, weil viele Flächen in der Land- und Forstwirtschaft zu bedienen waren, vorgesehen, bei vielen Nachbarn packte“ er natürlich auchgerne an und erwarb sich so gleich das Vertrauen vieler in dieser ehemaligen Gemeinde Gießenberg.
Am 1. Feber 1963ehelichte er seine geliebte Luisi Wipfler aus Edelschrott, Sohn Ferdinand wurde ihnen im selben Jahr geschenkt.
Heute sind neben Schwiegertochter Brigitte, die ungemein fleißig bestmögliche Unterstützung bietet, die Enkel Martin und Stefan mit Partnerin des Opa’s großer Stolz; und Freude kommt noch dazu auf, weil ihn seine Nachkommen bald zum Uropa machen.

Seit Jahrzehnten ist Ferdinand bereit, für öffentliche Aufgaben zur Verfügung zu stehen.
Mit der Gründung der Wassergenossenschaft Stierhämmer ist auch seine Tätigkeit dort eng verbunden.
Gründungsobmann Ernst Kollegger war er ein ebenso wertvoller Mitstreiter wie den nachfolgenden Obleuten Peter Klug und jetzt Josef Niggas. Es wird nicht viele Situationen in dieser Einrichtung gegeben haben oder geben, in die der Ferdl (alleine, mit dem ehemaligen Obmannstellvertreter Josef Rauscher oder Mitarbeitern der Wasserverband Reinischkogel) nicht involviert war. Über einen Zeitraum von unglaublichen 60 Jahren
Als langjährig tätiger Wassermeister war es ihm, bei guter Zeiteinteilung mit dem ausgeübten Beruf, möglich, die ständig steigende Zahl von Wasseranschlüssen verlässlich herzustellen, für die Pflege und Kontrolle von Quellsammelstuben und Versorgungsleitungen vorzunehmen und zur Stelle zu sein, wenn wieder einmal zu denkbar ungünstigster Zeit Schaden an den Leitungen festgestellt wurde.
Bis vor kurzem war er, ohne Übertreibung, für die notwendige Trinkwasserversorgung unverzichtbar.

Jäger und Heger
ist unser Jubilar noch immer. Aufsichtsjäger sogar. 
In der Jagdgesellschaft Neudorf-Gießenberg bstens integriert, weiß man seine Fähigkeiten und sein Wissen immer dann zu nützen, wenn notwendig.
Mit dem unvergessenen Obmann Franz Rauscher, vulgo Luttenberger, hat er so manche Nacht „zum Tag gemacht“; im Interesse der Jäger, zum Wohle des Wildes und zum Schutz für alle Landwirte.
Er geht unverblümt zur Sache, bringt seine Meinung zum Ausdruck und geht auch kameradschaftlich mit anderen Ansichten „um“, wie er sagt. An ihn weiß man sich zu wenden, wenn Tätigkeiten nach einem Verkehrsunfall mit Wildbeteiligung auszuführen sind. 
Alles in allem, ein wertvoller Repräsentant im Hegering Mooskirchen.

Nicht unerwähnt bleiben darf seine Treue zum Österreichischen Kameradschaftsbund, Ortsverband Mooskirchen. An Funktionen, die er im Laufe seiner vielen Jahre als Mitglied zu übernehmen bereit war, mangelt es wahrlich nicht. Als Obmann-Stellvertreter steht er noch immer zur Verfügung, interessiert am Miteinander im Verein und zu allen Mitgliedern im Ortsteil Weinberg.
Dort, in Weinberg, haben sich die beiden Jubilare – Luisi und Ferdl – vor mehr als vier Jahrzehnten ein für damalige Verhältnisse modernes Wohnhaus in mühevoller Arbeit errichtet. Im Laufe der Zeit ein wenig umgebaut, den Bedürfnissen angepasst, erfüllt es auch heute alle Zwecke und Wünsche der Eigentümer.
Ein Objekt, das nicht nur geografisch günstig situiert ist, das auch optisch immer beeindruckt. Bis in den späten Herbst hinein mit einer Blumen- und Blütenpracht die ihresgleichensucht; zu allen anderen Zeiten ebenso mit penibel gepflegten Grünflächen, mit einer Vielfalt an Bäumen und Sträuchern, die unser aller Aufmerksamkeit verdienen.
Daneben Obst und Früchte, soweit das Auge reicht. Da „lacht mein Herz wirklich, wenn ich hier arbeiten, pflegen und mit am Gedeihen freuen kann“, gibt ein zufriedener Jubilar von sich.


24.10.2023, Ferdinand Gogg – der Landesbedienstete – auch „Burgportier“

Das Leben des Jubilars zu betrachten, kann nur unvollständig bleiben.
Nicht vergessen wollen wir aber, alles in Erinnerung zu rufen, was Ferdinand als

Bediensteter des Landes Steiermark

zu tun bereit war.
In einer Aussendung des Landespressedienstes anlässlich des Übertrittes in den Ruhestand wird folgendes berichtet:
Mehr als 3500mal trat Ferdinand Gogg jeweils um 7 Uhr früh
seinen 24-Stunden-Dienst als BURGPORTIER an,
zeigte zig-tausend Steirern und Gästen den Weg in die Büros der Steiermärkischen Landesregierung, zu den Landeshauptleuten und präsentierte den Touristen Sehenswürdigkeiten wie die gotische Doppelwendeltreppe.
Der gebürtige Mooskirchner ist vor 42 Jahren, 1961, als Heizer in den Landesdienst eingetreten und seit dem 1. Jänner 1971 als Burgportier tätig.
Nach 32 Jahren, sechs Monaten und 21 Tagen wird er am kommenden Sonntag Abend, spätestens um 23:00 Uhr zum letzten Mal das große Eisentor zum Burghof zusperren.
Der zweifache Großvater, begeisterte Jäger und deklarierte GAK-Anhänger wollte eigentlich „zum Abschied ganz leise Servus sagen“ und sich nach ein paar Wochen Urlaub in den wohlverdienten (Un)-Ruhestand zurückziehen.
Das ließen die Kollegen und Freunde jedoch nicht zu, sodass Ferdinand Gogg schon vor Tagen mit dem Abschiednehmen beginnen musste.
Den Anfang machte Landhauptmann Waltraud Klasnic. Sie bedankte sich bei einer Feier in Ihrem Büro bei Ferdinand Gogg für seine jahrzehntelangen treuen Dienste mit Requisiten, die keinem Waidmann fehlen sollten – einer Jagdmesser-Garnitur und einem Flachmann.
„Unsere Portiere sind die ersten Kontaktpersonen für unsere Landleute und Touristen auf dem Weg zur Landesregierung.
Mit freundlichen und kompetenten Auskünften vermitteln sie den ersten Eindruck über die Qualität des Landesdienstes“.


So wurde Ferdinand Gogg bedankt in einen neuen Lebensabschnitt, der nun auch schon zwei Jahrzehnte währt, „entlassen“.


DANKE

Unseren Dank an den Jubilar für so viele ehrenamtliche Tätigkeiten, für alle Mühen um Mitbewohner und andere verbinden wir

mit unseren besten Glückwünschen

für gute Gesundheit, Freude, persönliches Wohlergehen und Kraft.
Mögen es noch viele zufriedene Jahre werden, die wir mit unserem Ferdl gemeinsam genießen, uns an seinem Humor erfreuen dürfen.

Alles Gute.

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